Rettich-Honig-Hustensaft ist ein altes Hausmittel, bei dem ein ausgehöhlter schwarzer Rettich mit Honig gefüllt wird und einen wohltuenden Sirup abgibt. Der Saft wird bei Husten löffelweise eingenommen. Er kann Halsbeschwerden lindern, ist aber kein Heilmittel und ersetzt keinen Arzt. Stand 2026.
Die Eckdaten zum Rezept auf einen Blick.
Zubereitung
ca. 10 Min
Ziehzeit
ca. 4–6 Std
Menge
mehrere Portionen
Einnahme
löffelweise
Der schwarze Rettich mit Honig ist ein traditionelles Hausmittel bei Husten. Honig allein kann Hustenreiz lindern – mehr dazu unter Honig bei Erkältung. Weil nicht erhitzt wird, bleiben die Honigstoffe erhalten; warum das wichtig ist, steht unter Honig erhitzen.
Zutaten
1 schwarzer Rettich
4–5 EL Honig
1 Glas oder eine Tasse als Halter
Optional: 1 Holzspieß
Zubereitung
Die wichtigsten Schritte der Zubereitung.Den Rettich aushöhlen und unten ein Loch stechen.
Den Rettich waschen, den Deckel abschneiden und das Innere mit einem Löffel aushöhlen, sodass eine Mulde entsteht.
Mit einem Spieß oder Messer ein kleines Loch in den Boden der Mulde stechen.
Den Rettich auf ein Glas setzen, sodass das Loch nach unten zeigt.
Die Mulde mit Honig füllen.
Den Honig 4 bis 6 Stunden ziehen lassen – er nimmt den Rettichsaft auf und tropft als Sirup ins Glas.
Den gesammelten Saft löffelweise bei Husten einnehmen und den Rettich bei Bedarf neu mit Honig füllen.
Die Mulde mit Honig füllen, der Sirup tropft ins Glas.
Praxis-Tipp: Stell den Rettich mit dem Loch nach unten auf ein Glas – so tropft der Honig-Rettich-Sirup von selbst hinein. Du kannst dieselbe Rettichmulde zwei- bis dreimal neu mit Honig füllen.
Wichtig: Honig ist nichts für Babys unter einem Jahr (Gefahr von Säuglingsbotulismus durch Sporen von Clostridium botulinum). Für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene ist Honig unbedenklich. Mehr unter Honig für Babys.
Kein Ersatz für den Arzt: Dies ist ein traditionelles Hausmittel. Es kann Beschwerden lindern, heilt aber keine Krankheit. Bei hohem Fieber, Atemnot, starken oder länger als ein paar Tage anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären lassen.
Häufige Fragen
Welcher Rettich eignet sich?
Klassisch der schwarze Winterrettich. Ersatzweise geht auch weißer Rettich, er ist milder.
Wie schmeckt der Saft?
Süß vom Honig mit der leichten Schärfe des Rettichs. Diese Schärfe lässt nach dem Ziehen nach.
Wie oft nehme ich den Saft?
Mehrmals täglich ein Teelöffel. Für Kinder ab einem Jahr in kleineren Mengen.
Dürfen Babys den Saft bekommen?
Nein. Wegen des Honigs ist er für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet.
Kann ich den Rettich mehrmals nutzen?
Ja, fülle dieselbe Mulde zwei- bis dreimal neu mit Honig, bis der Rettich austrocknet.
Wann zum Arzt?
Bei Fieber, Atemnot oder Husten, der länger als ein paar Tage anhält oder schlimmer wird.