Wildbienen sind alle Bienenarten außer der Honigbiene – in Deutschland rund 600 Arten, von denen die meisten solitär (allein) leben und keinen Honig machen. Sie sind wichtige Bestäuber, oft sogar effektiver als Honigbienen, und nisten im Boden, in Totholz oder hohlen Stängeln. Viele Arten sind bedroht. Auch Hummeln zählen zu den Wildbienen. Stechen tun sie so gut wie nie. Mit Blüten und Nisthilfen kann jeder sie im Garten unterstützen. Stand 2026.
| Definition | alle Bienen außer der Honigbiene |
|---|---|
| Arten in Deutschland | rund 600 |
| Lebensweise | meist solitär (allein) |
| Nistplätze | Boden, Totholz, Stängel |
| Honig | machen keinen |
| Gefahr | stechen praktisch nie |
Was sind Wildbienen?
Als Wildbienen bezeichnet man alle Bienenarten außer der domestizierten Honigbiene – in Deutschland rund 600 Arten. Anders als die Honigbiene leben die meisten solitär: Jedes Weibchen baut allein sein Nest, es gibt keinen Staat, keine Königin und keinen Honigvorrat. Auch Hummeln gehören dazu – sie bilden kleine, einjährige Völker.
Verwechslungstabelle: Wer ist wer?
| Honigbiene | schlank, bräunlich, im Volk, an vielen Blüten |
|---|---|
| Wildbiene | sehr variabel, oft kleiner, meist einzeln |
| Hummel | dick, rund, pelzig, brummend – eine Wildbiene |
| Wespe | glatt, glänzend, gelb-schwarz, Taille |
| Schwebfliege | nur 2 Flügel, schwebt – gar keine Biene |
Mehr Hilfe beim Bestimmen unter Wildbienen bestimmen, die Abgrenzung zur Wespe unter Wespe oder Biene?.
Lebensweise & Nahrung
Die meisten Wildbienen erleben nur eine Generation pro Jahr: Das Weibchen schlüpft, paart sich, legt Brutzellen an, füllt sie mit Pollen und Nektar und legt je ein Ei hinein – dann stirbt es. Der Nachwuchs überwintert in der Zelle. Manche Arten sind Kuckucksbienen, die ihre Eier in fremde Nester schmuggeln. Wo sie nisten, steht unter Wildbienen-Nest; ihre Vielfalt unter Wildbienen-Arten.
Wichtige Bestäuber
Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber. Die Mauerbiene etwa bestäubt Obstblüten effektiver als die Honigbiene und fliegt schon bei kühlem Wetter. Damit sichern Wildbienen Ernten und die Vielfalt unserer Pflanzen – ein zentraler Grund, warum ihr Rückgang so kritisch ist.
Wildbienen schützen
Jeder kann helfen: heimische Blühpflanzen setzen, Nistplätze wie Totholz und offene Bodenstellen zulassen und auf Pestizide verzichten. Wie genau, steht unter Wildbienen schützen – auch auf dem Balkon. Eine Nisthilfe oder ein Insektenhotel ergänzt das.
Sind Wildbienen gefährlich?
Häufige Fragen zu Wildbienen
Was ist der Unterschied zwischen Wildbiene und Honigbiene?
Die Honigbiene lebt im Volk und macht Honig. Wildbienen leben meist solitär, machen keinen Honig und umfassen rund 600 Arten.
Wie viele Wildbienenarten gibt es in Deutschland?
Rund 600 Arten – von winzigen Maskenbienen bis zur großen Blauen Holzbiene.
Wo nisten Wildbienen?
Die meisten im Boden, andere in Totholz, hohlen Stängeln, Mauerritzen oder Schneckenhäusern.
Können Wildbienen stechen?
Theoretisch ja, praktisch fast nie. Ihr Stachel ist meist zu schwach für unsere Haut, und sie sind sehr friedlich.
Sind Hummeln Wildbienen?
Ja. Hummeln sind Wildbienen, die kleine, einjährige Völker bilden.
Was fressen Wildbienen?
Pollen und Nektar aus Blüten. Viele Arten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.
