Bienen einwintern: Checkliste für gesunde Völker

Für den Winter vorbereitete Beute mit Mäusegitter am Flugloch in einem frostigen Garten

Bienen einwintern heißt, das Volk im Spätsommer und Herbst stark, satt, varroaarm und geschützt in die kalte Jahreszeit zu bringen. Dazu gehören genug Winterfutter (etwa 15–20 kg), eine erfolgreiche Varroa-Behandlung und ein Mäusegitter am Flugloch. Im Winter selbst lässt man das Volk in Ruhe – es bildet eine Wintertraube und wärmt sich selbst. Fehler beim Einwintern sind die häufigste Ursache für Völkerverluste. Stand 2026.

Wann Vorbereitung im Spätsommer/Herbst
Volk stark, viele Winterbienen
Futter ca. 15–20 kg Vorrat
Varroa vorher behandelt
Schutz Mäusegitter am Flugloch
Im Winter Ruhe – Beute nicht öffnen

Die Einwinterungs-Checkliste

Die Einwinterungs-ChecklisteVier SäulenStarkes Volkviele WinterbienenGenug Futterca. 15–20 kg VorratVarroa niedrigbehandeltMäusegitteram Fluglochimker-welt.de
Stark, satt, milbenfrei und geschützt – so kommt ein Volk durch den Winter.

Vier Dinge entscheiden über den Winter: ein starkes Volk mit vielen gesunden Winterbienen, genug Futter (etwa 15 bis 20 Kilogramm), ein niedriger Varroabefall und ein Mäusegitter, damit keine Maus in die warme Beute zieht. Fehlt eines davon, wird es kritisch.

So winterst du ein

Bienen einwinternIm Spätsommer/Herbst1AuffütternWinterfutter geben2Varroa behandelnSommerbehandlung3Mäusegitter anbringenSchädlinge abhalten4Ruhe lassenim Winter nicht öffnenimker-welt.de
Die Weichen fürs Überwintern werden schon im Spätsommer gestellt.

Die Arbeit beginnt im Spätsommer: Nach der letzten Ernte fütterst du das Volk auf (Bienen auffüttern) und führst die Varroa-Sommerbehandlung durch – beides möglichst zügig, damit gesunde Winterbienen heranwachsen. Im Herbst bringst du das Mäusegitter an. Den Abschluss bildet im Dezember die Winterbehandlung mit Oxalsäure.

Ruhe im Winter

Wichtig: Im Winter die Beute nicht öffnen. Das Volk sitzt in der Wintertraube und hält sich selbst warm – jedes Öffnen stört diese Wärmekugel und kostet Energie. Kontrolliere nur von außen, ob alles steht und das Flugloch frei ist.

Häufige Fragen zum Einwintern

Wie wintert man Bienen ein?

Indem man das Volk im Spätsommer stark, satt und varroaarm macht, ein Mäusegitter anbringt und es im Winter in Ruhe lässt.

Wie viel Futter brauchen Bienen im Winter?

Je nach Volk und Region etwa 15 bis 20 Kilogramm Vorrat.

Muss man die Beute im Winter dämmen?

In der Regel nicht. Wichtiger sind Trockenheit und ein starkes Volk. Manche dämmen den Deckel leicht.

Wozu das Mäusegitter?

Es hält Mäuse ab, die sich sonst im Winter in der warmen Beute einnisten und Waben zerstören.

Darf man im Winter ins Volk schauen?

Nein. Das Öffnen stört die Wintertraube. Nur von außen kontrollieren.

Warum sterben Völker im Winter?

Meist durch zu hohen Varroabefall, zu wenig Futter oder ein zu schwaches Volk – also durch Fehler beim Einwintern.

Quellen & Studien