Bei der Varroa-Diagnose misst der Imker den Befall, um den richtigen Behandlungszeitpunkt zu finden – am einfachsten über die Windeldiagnose (natürlicher Milbenfall pro Tag). Eine eingeschobene, geölte Windel unter dem Gitterboden fängt herabfallende Milben. Genauer sind die Puderzucker- und die Auswaschmethode. Steigt der tägliche Milbenfall im Sommer über etwa 5 bis 10, ist eine Behandlung nötig. Stand 2026.
| Ziel | Befall messen, Behandlung timen |
|---|---|
| Windeldiagnose | Milbenfall pro Tag zählen |
| Puderzuckermethode | Milben von Bienenprobe abwaschen |
| Auswaschmethode | genaueste, aber tötet die Probe-Bienen |
| Richtwert Sommer | ab ~5–10 Milben/Tag handeln |
| Nach Behandlung | Erfolg über Milbenfall prüfen |
Wie misst man den Befall?
Die einfachste Methode ist die Windeldiagnose (Gemülldiagnose): Du schiebst eine geölte Bodeneinlage unter den Gitterboden und zählst nach einigen Tagen die heruntergefallenen Milben pro Tag. Genauer ist die Puderzuckermethode, bei der man eine Bienenprobe mit Puderzucker bestäubt und die abfallenden Milben zählt. Die Auswaschmethode ist am genauesten, tötet aber die Probe. Grundlagen stehen im Varroa-Ratgeber.
Wann muss man behandeln?
Es gibt Schadschwellen: Steigt der natürliche Milbenfall im Sommer über etwa fünf bis zehn Milben pro Tag, ist Handeln angesagt – die genauen Werte hängen von Jahreszeit und Region ab. Wichtiger als exakte Zahlen ist der Trend: ein schnell steigender Befall ist immer ein Alarmzeichen. Die passende Behandlung zeigt Varroa-Behandlung.
Behandlungserfolg kontrollieren
Die Diagnose dient nicht nur dem Timing, sondern auch der Erfolgskontrolle: Nach einer Behandlung zeigt ein hoher Milbenfall, dass viele Milben abgetötet wurden. Bleibt der Fall danach niedrig, war die Behandlung erfolgreich.
Häufige Fragen zur Varroa-Diagnose
Wie erkenne ich Varroabefall?
Über die Windeldiagnose: Du zählst die pro Tag auf die Bodeneinlage gefallenen Milben.
Was ist die Windeldiagnose?
Eine geölte Einlage unter dem Gitterboden fängt herabfallende Milben. Aus der Zahl pro Tag schätzt man den Befall.
Wie funktioniert die Puderzuckermethode?
Man bestäubt eine Bienenprobe mit Puderzucker; die Milben verlieren den Halt, fallen ab und werden gezählt.
Ab wann muss man behandeln?
Als Richtwert, wenn im Sommer mehr als etwa fünf bis zehn Milben pro Tag fallen. Der Trend ist entscheidend.
Wie oft sollte man messen?
Regelmäßig über die Saison, besonders vor und nach jeder Behandlung.
Tötet die Diagnose Bienen?
Die Windeldiagnose nicht. Die Auswaschmethode tötet die Probe-Bienen, die Puderzuckermethode meist nicht.
