Varroa-Sommerbehandlung: nach der Ernte richtig behandeln

Imker legt im Spätsommer ein Ameisensäure-Verdunsterpad in eine Beute

Die Varroa-Sommerbehandlung erfolgt direkt nach der letzten Honigernte (meist Juli/August) und schützt die wichtigen Winterbienen vor Milben und Viren. Üblich ist Ameisensäure, weil sie als einzige organische Säure auch in die verdeckelte Brut wirkt. Sie wird mit einem Verdunster nach genauer Anleitung eingesetzt – temperaturabhängig. Ohne Sommerbehandlung wachsen geschädigte Winterbienen auf, und das Volk übersteht den Winter oft nicht. Stand 2026.

Zeitpunkt direkt nach der letzten Ernte (Juli/Aug.)
Mittel meist Ameisensäure
Besonderheit wirkt auch in die verdeckelte Brut
Ziel gesunde Winterbienen sichern
Voraussetzung Honig abgeerntet, Befall geprüft
Achtung temperaturabhängig, Anleitung beachten

Warum ist die Sommerbehandlung so wichtig?

Warum so wichtig?Schutz der WinterbienenDirekt nach ErnteJuli/AugustWinterbienen schützensie überwintern das VolkAmeisensäurewirkt in die verdeckelte Brutimker-welt.de
Die Sommerbehandlung sorgt dafür, dass gesunde Winterbienen aufwachsen.

Im Spätsommer zieht das Volk seine Winterbienen heran – langlebige Bienen, die es durch den Winter bringen. Sind diese schon als Larven von Milben geschädigt, ist das Volk im Frühjahr zu schwach. Deshalb ist die Sommerbehandlung direkt nach der letzten Ernte der entscheidende Termin. Den Gesamtüberblick gibt Varroa-Behandlung.

So läuft die Sommerbehandlung

Sommerbehandlung Schritt für SchrittMit Ameisensäure1Honig aberntenerst dann behandeln2Befall prüfenWindeldiagnose3Ameisensäure einsetzenVerdunster nach Anleitung4Erfolg kontrollierenMilbenfall messenimker-welt.de
Wichtig: erst nach der letzten Honigernte und nach Befallskontrolle behandeln.

Zuerst wird der Honig abgeerntet – währenddessen darf nicht behandelt werden. Nach einer Befallskontrolle kommt die Ameisensäure zum Einsatz, meist über einen Verdunster. Die Wirkung hängt stark von der Temperatur ab, deshalb ist die genaue Anleitung wichtig. Danach prüfst du über den Milbenfall, ob die Behandlung gewirkt hat.

Alternativen zur Ameisensäure

Neben Ameisensäure gibt es thymolbasierte Mittel und – in brutfreien Phasen – andere Verfahren. In der Praxis ist Ameisensäure im Sommer aber Standard, weil sie die Milben auch in der verdeckelten Brut erreicht. Den Winterabschluss bildet die Winterbehandlung mit Oxalsäure.

Häufige Fragen zur Sommerbehandlung

Wann macht man die Sommerbehandlung?

Direkt nach der letzten Honigernte, meist im Juli oder August.

Warum mit Ameisensäure?

Weil sie als einzige organische Säure auch in die verdeckelte Brut wirkt, wo sich die meisten Milben befinden.

Warum schützt sie die Winterbienen?

Sie senkt den Befall, bevor die langlebigen Winterbienen heranwachsen – so bleiben diese gesund.

Geht das während der Tracht?

Nein. Erst nach der Honigernte, damit keine Säure in den Honig gelangt.

Worauf muss man bei Ameisensäure achten?

Auf die Temperatur und die genaue Dosierung laut Anleitung – zu warm oder zu kalt verändert die Wirkung.

Was, wenn ich die Sommerbehandlung verpasse?

Dann wachsen geschädigte Winterbienen auf und das Volk übersteht den Winter oft nicht. Der Termin ist kritisch.

Quellen & Studien