Bienenwachs entsteht in den Wachsdrüsen junger Honigbienen: Sie schwitzen flüssiges Wachs aus, das zu kleinen Plättchen erstarrt, kauen es weich und bauen daraus die Waben. Das ist für das Volk aufwendig – für ein Kilo Wachs verbrauchen die Bienen rund 6–8 Kilo Honig. Der Imker gewinnt das Wachs aus Entdeckelung und Altwaben und schmilzt es im Sonnen- oder Dampfschmelzer aus. Stand 2026.
| Gebildet von | jungen Arbeiterinnen (Wachsdrüsen am Hinterleib) |
|---|---|
| Rohstoff der Bienen | Honig – ca. 6–8 kg für 1 kg Wachs |
| Verbaut zu | sechseckigen Waben (Brut & Vorrat) |
| Gewinnung durch Imker | Entdeckelungswachs & eingeschmolzene Altwaben |
| Farbe | hellgelb bis braun, je nach Pollen und Alter |
| Schmelzpunkt | etwa 62–65 °C |
Was ist Bienenwachs?
Bienenwachs ist ein körpereigener Baustoff der Honigbienen. Es ist bei Zimmertemperatur fest, schmilzt bei etwa 62–65 °C, riecht mild nach Honig und schützt als Wabenmaterial Brut und Vorräte. Eine Übersicht zu Eigenschaften und Verwendung gibt der Bienenwachs-Ratgeber.
Wie entsteht Bienenwachs im Bienenstock?
Nur junge Arbeiterinnen im Alter von etwa zwölf bis achtzehn Tagen können Wachs bilden. An ihrem Hinterleib sitzen acht Wachsdrüsen, aus denen ein flüssiges Sekret austritt. An der Luft erstarrt es zu hauchdünnen, durchsichtigen Wachsplättchen. Die Biene holt sie mit den Beinen nach vorne, knetet sie mit den Mundwerkzeugen weich und verbaut sie zu den sechseckigen Zellen der Wabe.
Warum Bienen für Wachs Honig brauchen
Wachs zu bilden kostet viel Energie. Die Bienen müssen dafür reichlich Honig verzehren – als grober Richtwert rund 6 bis 8 Kilogramm Honig für ein Kilogramm Wachs. Deshalb gehen Imker sparsam mit dem Wachs um und führen es in einem Kreislauf zurück, etwa als Mittelwände.
Wie wird Bienenwachs gewonnen?
Der Imker bekommt Wachs vor allem auf zwei Wegen: als Entdeckelungswachs, das beim Öffnen der Honigwaben vor dem Schleudern anfällt, und aus ausgedienten Altwaben. Beides wird im Sonnenwachsschmelzer oder Dampfwachsschmelzer ausgelassen und anschließend geklärt. Wie man Wachs zu Hause richtig schmilzt, steht unter Bienenwachs schmelzen.
Farbe & Eigenschaften
Frisches Wachs ist fast weiß, wird durch Pollen und Gebrauch aber goldgelb bis braun. Der Farbton sagt nichts über die Qualität – er hängt vom Alter der Waben und den gesammelten Pflanzen ab. Aus dem gereinigten Wachs entstehen Kerzen, Salben und vieles mehr.
Häufige Fragen zur Entstehung von Bienenwachs
Wie entsteht Bienenwachs?
Junge Bienen schwitzen über Wachsdrüsen am Hinterleib flüssiges Wachs aus, das zu Plättchen erstarrt. Diese kauen sie weich und bauen daraus die Waben.
Wie viel Honig brauchen Bienen für 1 kg Wachs?
Als grober Richtwert rund 6 bis 8 Kilogramm Honig. Wachsbildung ist für das Volk also sehr energieaufwendig.
Wie gewinnt der Imker Bienenwachs?
Vor allem aus Entdeckelungswachs beim Schleudern und aus eingeschmolzenen Altwaben, ausgelassen im Sonnen- oder Dampfwachsschmelzer.
Welche Farbe hat Bienenwachs und warum?
Von hellgelb bis braun. Die Farbe entsteht durch Pollen und das Alter der Waben, nicht durch die Qualität.
Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Bienenwachs?
Bei etwa 62 bis 65 °C. Über 85 °C verfärbt sich das Wachs und verliert seinen Duft.
Ist die Wachsgewinnung Ausbeutung der Bienen?
Imker führen Wachs im Kreislauf zurück und ernten vor allem Entdeckelung und Altwaben. Bei maßvoller Imkerei bleibt das Volk gut versorgt.
Quellen & Studien
Verwendete Quellen:
- Deutscher Imkerbund e. V. (DIB) – Bienenwachs & Wachskreislauf
- LAVES – Institut für Bienenkunde Celle: Wachsbildung
- Tautz J. (2007): Phänomen Honigbiene – Wachsbildung & Wabenbau (Fachbuch).
