Mittelwände sind dünne, vorgeprägte Bienenwachsplatten mit Sechseck-Muster, die der Imker in die Rähmchen einsetzt. Sie geben den Bienen die Vorlage für gerade, gleichmäßige Waben. Man kann sie kaufen oder aus eigenem, geklärtem Wachs gießen oder walzen. Wichtig ist sauberes, rückstandsarmes Wachs, denn Verunreinigungen reichern sich im Wachskreislauf an. Stand 2026.
| Was es ist | vorgeprägte Wachsplatte fürs Rähmchen |
|---|---|
| Zweck | Vorlage für gleichmäßigen Wabenbau |
| Material | reines, geklärtes Bienenwachs |
| Herstellung | gießen oder walzen, dann prägen |
| Kaufen | beim Imkereibedarf, nach Beutenmaß |
| Wichtig | rückstandsarmes Wachs (Seuchenhygiene) |
Was sind Mittelwände?
Eine Mittelwand ist eine dünne Bienenwachsplatte, in die das sechseckige Wabenmuster eingeprägt ist. Der Imker spannt sie in ein Rähmchen, das er in die Beute hängt. Die Bienen nehmen das Muster als Vorlage und bauen darauf ihre Zellen weiter. So entstehen gerade, stabile Waben, die sich gut schleudern lassen. Das Wachs dafür stammt idealerweise aus dem eigenen Wachskreislauf.
Mittelwände selbst herstellen
Wer eigenes Wachs nutzt, klärt es zuerst gründlich – siehe Bienenwachs klären. Dann gibt es zwei Wege: Beim Gießen kommt flüssiges Wachs in eine Silikon-Prägeform, beim Walzen läuft eine Wachsplatte durch eine geprägte Walze. Zum Schluss schneidet man die Mittelwände auf das passende Rähmchen-Maß zu. Wie das Wachs entsteht, steht unter Bienenwachs-Herstellung.
Rückstände & Seuchenhygiene
Ein wichtiger Punkt: Im Wachskreislauf reichern sich mögliche Rückstände an. Wer Mittelwände kauft, sollte auf rückstandsgeprüftes Wachs achten. Wegen der Amerikanischen Faulbrut – einer anzeigepflichtigen Bienenseuche – darf nur Wachs aus seuchenfreier Herkunft verarbeitet werden. Viele Imker lassen ihr eigenes Wachs deshalb getrennt umarbeiten („Wachsumtausch“).
Mittelwände kaufen
Fertige Mittelwände gibt es im Imkereibedarf, passend zu den gängigen Beutenmaßen (etwa Zander oder Dadant). Achte auf reines Bienenwachs und eine Rückstandsanalyse. Das passende Wachs zum Selbermachen findest du im Ratgeber Bienenwachs kaufen.
Häufige Fragen zu Mittelwänden
Was sind Mittelwände?
Dünne, vorgeprägte Bienenwachsplatten mit Sechseck-Muster. Der Imker setzt sie in die Rähmchen, damit die Bienen gerade Waben darauf bauen.
Kann man Mittelwände selbst machen?
Ja, aus geklärtem eigenem Wachs durch Gießen in eine Prägeform oder Walzen. Anschließend auf Rähmchen-Maß zuschneiden.
Welches Wachs nimmt man für Mittelwände?
Reines, gut geklärtes und möglichst rückstandsarmes Bienenwachs – am besten aus dem eigenen Wachskreislauf.
Warum ist die Wachsqualität bei Mittelwänden so wichtig?
Weil sich Rückstände im Wachskreislauf anreichern und Wachs Krankheitserreger wie Faulbrut übertragen kann. Nur seuchenfreies, geprüftes Wachs verwenden.
Was kosten Mittelwände?
Sie werden meist pro Kilo oder im Paket verkauft. Der Preis richtet sich nach dem Wachspreis und der Qualität; Bio- und rückstandsgeprüftes Wachs kostet mehr.
Was ist Wachsumtausch?
Dabei gibt der Imker eigenes Altwachs ab und bekommt daraus gefertigte Mittelwände zurück – so bleibt das eigene, bekannte Wachs im Kreislauf.
