Bienenwachskerzen kannst du auf drei Arten selber machen: gießen, Bienenwachsplatten rollen oder ziehen. Am einfachsten ist das Rollen einer Wachsplatte um einen Docht – ganz ohne Schmelzen. Zum Gießen schmilzt du das Wachs im Wasserbad bei 62–65 °C, fixierst den Docht mittig und füllst die Form. Wichtig ist die passende Dochtstärke zum Durchmesser. So entstehen natürliche Kerzen mit warmem Honigduft. Stand 2026.
| Methoden | gießen, Platten rollen, ziehen |
|---|---|
| Einfachste Methode | Bienenwachsplatte rollen (ohne Schmelzen) |
| Schmelztemperatur | 62–65 °C im Wasserbad |
| Wichtig | Docht passend zum Durchmesser wählen |
| Material | Wachs, Docht, Form oder Platten, Holzspieß |
| Für Kinder | Rollen geeignet (nur Schmelzen durch Erwachsene) |
Warum Bienenwachs für Kerzen?
Bienenwachskerzen brennen langsam, ruhig und mit wenig Ruß. Sie verströmen einen feinen, natürlichen Honigduft und sind im Gegensatz zu Paraffin ein nachwachsendes Naturprodukt. Das Wachs bekommst du beim Imker oder online – worauf du achten solltest, steht unter Bienenwachs kaufen. Fertige Kerzen findest du im Ratgeber Bienenwachskerzen.
Was du brauchst
Für gegossene Kerzen brauchst du Bienenwachs (Block oder Pastillen), einen passenden Kerzendocht, eine hitzefeste Form, einen Holzspieß oder ein Stäbchen zum Fixieren des Dochts und ein Wasserbad. Für gerollte Kerzen genügen Bienenwachsplatten und Docht.
Die Dochtstärke richtet sich nach dem Kerzendurchmesser: dünne Kerzen brauchen einen dünnen Docht, dicke einen kräftigeren. Stimmt das nicht, „tunnelt“ die Kerze (brennt nur in der Mitte) oder rußt.
Bienenwachs-Mengenrechner
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Methode 1: Kerzen gießen
Schmilz das Wachs im Wasserbad bei 62–65 °C – wie das geht, steht unter Bienenwachs schmelzen. Fixiere den Docht mittig in der Form (ein Holzspieß quer über den Rand hält ihn). Gieße das flüssige Wachs ein und lass die Kerze langsam auskühlen. Danach vorsichtig aus der Form lösen und den Docht auf etwa einen Zentimeter kürzen.
Methode 2: Bienenwachsplatten rollen
Die einfachste Methode, auch für Kinder. Lege einen Docht an die Kante einer leicht angewärmten Bienenwachsplatte und rolle die Platte fest und gleichmäßig auf. Am Ende die Kante leicht andrücken – fertig ist die Kerze, ganz ohne Schmelzen.
Methode 3: Kerzen ziehen
Beim Ziehen tauchst du einen langen Docht immer wieder kurz in flüssiges Wachs und lässt ihn zwischendurch abkühlen. Mit jedem Tauchgang wird die Kerze dicker. So entstehen klassische dünne Stabkerzen – das braucht etwas Geduld.
Häufige Fehler & Tipps
| Risse / Lunker | zu schnell abgekühlt – langsamer auskühlen lassen |
|---|---|
| Kerze tunnelt | Docht zu dünn für den Durchmesser |
| Kerze rußt | Docht zu dick oder zu lang – kürzen |
| Docht sitzt schief | besser mit Holzspieß fixieren |
Häufige Fragen zu selbst gemachten Bienenwachskerzen
Kann man aus Bienenwachs Kerzen selber machen?
Ja, sehr gut. Du kannst sie gießen, aus Bienenwachsplatten rollen oder ziehen. Das Rollen ist am einfachsten.
Wie viel Bienenwachs braucht man für eine Kerze?
Als Faustregel entspricht das Wachsgewicht etwa dem Fassungsvermögen der Form: Für eine kleine Kerze rund 50–100 g, für größere entsprechend mehr.
Welcher Docht passt zu welchem Durchmesser?
Dünne Kerzen (bis 3 cm) brauchen einen dünnen Docht, mittlere (3–6 cm) einen mittleren, dicke (ab 6 cm) einen kräftigen. Sonst tunnelt oder rußt die Kerze.
Sind Kerzen aus Bienenwachs gesund?
Bienenwachskerzen brennen sauberer und rußärmer als Paraffin. Wie bei jeder Kerze sollte man trotzdem gut lüften.
Warum reißt meine Kerze beim Abkühlen?
Meist kühlt sie zu schnell ab. Lass die Kerze langsam und gleichmäßig aushärten, dann bilden sich weniger Risse und Lunker.
Sind Bienenwachskerzen zum Basteln mit Kindern geeignet?
Ja, vor allem das Rollen von Wachsplatten. Das Schmelzen von Wachs sollten aber Erwachsene übernehmen.
