Der Bienenstaat (das Bienenvolk) besteht aus einer Königin, bis zu 50.000 Arbeiterinnen und im Sommer einigen hundert Drohnen, die wie ein einziger Organismus zusammenwirken. Jedes Tier hat eine feste Rolle: Die Königin legt die Eier, die Arbeiterinnen erledigen alle Arbeiten, die Drohnen begatten. Weil keine Biene allein überleben kann, spricht man von einem „Superorganismus“. Stand 2026.
| Königin | eine pro Volk, legt die Eier |
|---|---|
| Arbeiterinnen | im Sommer bis ~50.000 |
| Drohnen | einige hundert, nur im Sommer |
| Steuerung | Pheromone & Tanzsprache |
| Prinzip | Superorganismus, Aufgabenteilung |
| Überleben | nur als Gemeinschaft |
Wie ist der Bienenstaat aufgebaut?
Ein Volk kennt drei Bienenwesen: die eine Königin, die zehntausenden Arbeiterinnen und die männlichen Drohnen. Im Sommer ist das Volk am größten, im Winter schrumpft es auf einige tausend Winterbienen. Drohnen gibt es nur in der warmen Jahreszeit.
Das Volk als Superorganismus
Das Besondere: Eine einzelne Biene ist nicht lebensfähig. Erst im Zusammenspiel funktioniert das Volk wie ein einziger Organismus – mit Aufgabenteilung, Kommunikation über Duftstoffe und Tanzsprache und gemeinsamem Wärmehaushalt. Im Winter heizt das Volk seine Wintertraube, im Sommer kühlt es durch Fächeln.
Das Volk im Jahreslauf
Der Bienenstaat verändert sich mit den Jahreszeiten: Im Frühjahr wächst er rasant, im Sommer schwärmt er womöglich, im Herbst stößt er die Drohnen ab und im Winter überdauert er als Traube. Mehr dazu unter Bienenjahr und wie viele Bienen in einem Volk.
Häufige Fragen zum Bienenstaat
Wie ist ein Bienenstaat aufgebaut?
Aus einer Königin, bis zu 50.000 Arbeiterinnen und im Sommer einigen hundert Drohnen.
Warum nennt man das Volk Superorganismus?
Weil keine Biene allein überlebt. Erst zusammen bilden sie eine funktionierende Einheit mit Aufgabenteilung.
Wer trifft die Entscheidungen im Volk?
Niemand allein. Das Volk organisiert sich selbst über Duftstoffe und Kommunikation – auch die Königin „regiert“ nicht.
Wie viele Bienen leben in einem Volk?
Im Sommer bis zu rund 50.000, im Winter nur einige tausend.
Wie kommunizieren Bienen?
Über Pheromone (Duftstoffe) und die Tanzsprache, mit der sie Futterquellen beschreiben.
Was passiert mit dem Volk im Winter?
Es bildet eine Wintertraube, hält sich gegenseitig warm und zehrt von den Vorräten, bis das Frühjahr kommt.
Quellen & Studien
Verwendete Quellen:
- Deutscher Imkerbund e. V. (DIB) – Das Bienenvolk
- LAVES – Institut für Bienenkunde Celle
- Tautz J. (2007): Phänomen Honigbiene – Der Superorganismus (Fachbuch).
