Die Bienenkönigin (auch Weisel genannt) ist das einzige voll fortpflanzungsfähige Weibchen im Bienenvolk und legt in der Hochsaison bis zu 2.000 Eier am Tag. Sie entsteht aus einer normalen Larve, die durchgehend Gelée Royale gefüttert wird. Eine Königin lebt 3 bis 5 Jahre – viel länger als Arbeiterinnen oder Drohnen. Über ihre Duftstoffe (Pheromone) hält sie das Volk zusammen. Stand 2026.
| Andere Namen | Weisel, Stockmutter, Königin |
|---|---|
| Rolle | einziges fruchtbares Weibchen, legt die Eier |
| Legeleistung | bis ~2.000 Eier pro Tag |
| Entsteht durch | durchgehende Fütterung mit Gelée Royale |
| Lebensdauer | 3–5 Jahre |
| Zusammenhalt | über Pheromone (Königinnenduft) |
Was ist die Bienenkönigin?
Die Bienenkönigin ist die Mutter des gesamten Bienenvolkes. In einem Volk lebt nur eine Königin – fachlich auch Weisel genannt. Sie ist das einzige Weibchen, das Eier legen kann; die vielen tausend Arbeiterinnen sind unfruchtbar, die männlichen Drohnen dienen allein der Begattung. Wie ein Volk insgesamt aufgebaut ist, steht unter Bienenstaat.
Wie entsteht eine Bienenkönigin?
Das Faszinierende: Jede weibliche Larve könnte eine Königin werden. Entscheidend ist die Nahrung. Wird eine Made durchgehend mit Gelée Royale gefüttert, entwickelt sie sich in einer eigens gebauten, größeren Weiselzelle zur Königin. Alle anderen werden zu Arbeiterinnen. Es gibt verschiedene Weiselzellen – Schwarmzellen (bei Vermehrungslust), Nachschaffungszellen (bei plötzlichem Verlust der Königin) und Stillzellen.
Wie erkennt man die Königin?
Die Königin hat einen deutlich längeren Hinterleib und wirkt schlanker und gestreckter als die Arbeiterinnen. Viele Imker markieren sie mit einem Farbpunkt nach dem Schlupfjahr. Details stehen unter Bienenkönigin erkennen und zum Farbcode unter Bienenkönigin markieren. Übrigens: Die Königin kann stechen, nutzt ihren glatten Stachel aber fast nur gegen rivalisierende Königinnen, nicht gegen Menschen.
Begattung, Eiablage & Pheromone
Wenige Tage nach dem Schlupf fliegt die junge Königin zum Begattungsflug und paart sich in der Luft mit mehreren Drohnen. Den Vorrat an Samenzellen speichert sie ihr Leben lang. Aus befruchteten Eiern werden Arbeiterinnen oder neue Königinnen, aus unbefruchteten Drohnen. Über ihre Duftstoffe signalisiert sie dem Volk, dass alles in Ordnung ist – fällt dieser Duft weg, wird das Volk „weisellos“.
Wie lange lebt eine Bienenkönigin?
Eine Königin lebt 3 bis 5 Jahre, theoretisch sogar länger – ein Vielfaches einer Sommer-Arbeiterin, die nur wenige Wochen lebt. Lässt ihre Legeleistung nach, ersetzt das Volk sie durch „stille Umweiselung“. Mehr unter Lebensdauer der Bienenkönigin.
Bienenkönigin kaufen: Rassen & Auswahl
Imker kaufen Königinnen von Züchtern. Beliebte Rassen sind Carnica (sanftmütig, verbreitet), Buckfast (leistungsstark), die Dunkle Biene (Mellifera) und die Ligustica. Wichtig sind Sanftmut, Varroatoleranz und eine nachvollziehbare Zucht. Details und Preise stehen unter Bienenkönigin kaufen; welche Bienenrassen es gibt, unter Bienenarten.
Häufige Fragen zur Bienenkönigin
Wie erkenne ich die Bienenkönigin?
An ihrem deutlich längeren Hinterleib und der schlankeren Form. Oft trägt sie einen Farbpunkt, den der Imker nach dem Schlupfjahr aufgemalt hat.
Wie entsteht eine Bienenkönigin?
Aus einer normalen weiblichen Larve, die durchgehend mit Gelée Royale gefüttert wird und in einer Weiselzelle heranreift.
Kann die Bienenkönigin stechen?
Ja, sie hat einen glatten Stachel. Sie setzt ihn aber fast nur gegen rivalisierende Königinnen ein, kaum gegen Menschen.
Wie lange lebt eine Bienenkönigin?
Drei bis fünf Jahre – deutlich länger als Arbeiterinnen oder Drohnen.
Wie viele Eier legt eine Königin pro Tag?
In der Hochsaison bis zu rund 2.000 Eier täglich – mehr als ihr eigenes Körpergewicht.
Was passiert, wenn die Königin stirbt?
Das Volk wird weisellos. Es zieht aus jüngsten Larven Nachschaffungsköniginnen heran – oder der Imker setzt eine neue Königin zu.
Quellen & Studien
Verwendete Quellen:
- Deutscher Imkerbund e. V. (DIB) – Das Bienenvolk
- LAVES – Institut für Bienenkunde Celle: Königin & Volk
- Tautz J. (2007): Phänomen Honigbiene – Entwicklung der Königin (Fachbuch).
