Honig erhitzen: schädlich oder nur Wertverlust?

Löffel Honig wird in eine Tasse Tee gerührt, Thermometer daneben auf hellem Tisch

Honig zu erhitzen ist nicht giftig oder schädlich, aber es zerstört seine wertvollen Enzyme und Aromastoffe. Ab etwa 40 °C leiden die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe, ab 60 °C deutlich. Es entsteht etwas mehr HMF, dessen Mengen im Honig aber als unbedenklich gelten. Wer den Gesundheits- und Geschmackswert erhalten will, gibt Honig erst in abgekühlte Getränke. Zum Backen ist er trotzdem geeignet. Stand 2026.

Giftig beim Erhitzen? nein – nur Wertverlust
Enzyme leiden ab etwa 40 °C
Deutlicher Verlust ab etwa 60 °C
HMF steigt leicht, Mengen gelten als unbedenklich
Tee süßen erst unter 40 °C
Backen möglich – dann zählt nur der Geschmack

Ist erhitzter Honig schädlich?

Nein. Erhitzter Honig ist weder giftig noch gesundheitsschädlich. Beim Erhitzen steigt zwar der Gehalt an HMF (Hydroxymethylfurfural), einem Stoff, der bei der Erwärmung von Zucker entsteht – die Mengen im Honig sind aber gering und gelten als unbedenklich. Was passiert, ist vor allem ein Wertverlust: Die guten Enzyme und Aromastoffe gehen verloren.

Ab welcher Temperatur leidet Honig?

Was bei welcher Temperatur passiertHonig reagiert empfindlich auf Hitzebis ~40 °C: alles erhalten30 %ab ~40 °C: Enzyme leiden60 %ab ~60 °C: deutlicher Verlust90 %imker-welt.de
Bis etwa 40 °C bleibt Honig intakt – darüber gehen Enzyme und Aroma verloren.

Honig ist hitzeempfindlich. Schon ab etwa 40 °C werden die Enzyme abgebaut, die ihn besonders machen – darunter die, die für die leicht antibakterielle Wirkung sorgen1. Ab rund 60 °C beschleunigt sich der Verlust deutlich. Deshalb behandeln gute Imker Honig nie heiß, und auch beim Verflüssigen von kristallisiertem Honig bleibt man unter 40 °C.

Honig hitzeschonend verwenden

Honig hitzeschonend nutzenDrei einfache RegelnTee abkühlenerst unter 40 °C süßenNicht mitkochenspäter zugebenBacken = Genussdann zählt Geschmack, nicht Enzymeimker-welt.de
Zum Süßen den Tee kurz abkühlen lassen – beim Backen geht es ohnehin nur ums Aroma.

Im Alltag heißt das: Tee oder Milch erst abkühlen lassen und dann mit Honig süßen. In heißen Speisen den Honig erst am Ende zugeben. Beim Backen wird Honig zwangsläufig erhitzt – das ist in Ordnung, denn hier geht es um Geschmack und Bräunung, nicht um die Enzyme. Mehr zur Gesundheit unter Ist Honig gesund?.

Ehrlich eingeordnet: Wer Honig nur zum Süßen oder Backen nutzt, muss sich keine Sorgen machen. Wer den vollen Wert will, gibt ihn kalt oder lauwarm dazu.
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Häufige Fragen zum Erhitzen von Honig

Ist es schädlich, Honig zu erhitzen?

Nein. Erhitzter Honig ist nicht giftig. Er verliert aber ab etwa 40 °C seine Enzyme und Aromastoffe.

Wird Honig im heißen Tee giftig?

Nein. Es entsteht nur etwas mehr HMF in unbedenklicher Menge. Der Honig verliert aber seine wertvollen Inhaltsstoffe.

Ab welcher Temperatur leidet Honig?

Ab etwa 40 °C werden Enzyme abgebaut, ab rund 60 °C deutlich. Darunter bleibt Honig intakt.

Kann man mit Honig backen?

Ja. Beim Backen wird er erhitzt und verliert Enzyme, aber Geschmack und Bräunung bleiben. Dafür ist Honig gut geeignet.

Was ist HMF im Honig?

Hydroxymethylfurfural, ein Stoff, der beim Erhitzen von Zucker entsteht. Im Honig ist die Menge gering und gilt als unbedenklich; sie ist ein Frische- und Wärmemarker.

Wie süße ich Tee richtig mit Honig?

Den Tee erst auf unter 40 °C abkühlen lassen, dann den Honig einrühren. So bleiben die wertvollen Stoffe erhalten.

Quellen & Studien

Dieser Beitrag stützt sich u. a. auf wissenschaftliche Fachliteratur (recherchiert über PubMed), Bieneninstitute und amtliche Stellen:

  1. Bogdanov S et al. (2008): Honey for Nutrition and Health: A Review. J Am Coll Nutr 27(6):677–689.

Weiterführende Quellen & Institutionen: