Propolis Tinktur selber machen: Rezept in 4 Schritten

Selbst gemachte Propolis-Tinktur: Glas mit Alkohol und zerkleinertem Propolisharz, daneben Kaffeefilter und leere Tropfflasche auf Holztisch

Propolis-Tinktur selber machen ist einfach: Du brauchst nur Rohpropolis (oder Propolis-Pulver), hochprozentigen Alkohol und ein dunkles Glas. Das zerkleinerte Harz mit Alkohol übergießen, rund zwei Wochen ziehen lassen, täglich schütteln, dann durch einen Kaffeefilter abfüllen. Eine alkoholfreie Variante mit Glycerin oder Öl ist 2026 ebenfalls möglich.

Schwierigkeit einfach – auch für Anfänger
Zutaten Rohpropolis/Pulver, Alkohol (70–96 %), dunkles Glas
Aktive Zeit ca. 15 Minuten
Reifezeit etwa 2 Wochen, täglich schütteln
Verhältnis z. B. 20 g Propolis auf 100 ml Alkohol (≈ 20 %)
Alkoholfrei möglich mit Glycerin oder Öl

Propolis ist das Kittharz der Bienen, mit dem sie ihren Bienenstock abdichten und keimarm halten. Wer es selber verarbeitet, weiß genau, was drin ist – und spart gegenüber dem Kauf. Was Propolis ist und woraus es besteht, erklärt der Ratgeber Propolis: Wirkung, Anwendung & Kauf.

Zutaten & Utensilien für die Propolis-Tinktur

Das brauchst duDrei Grundzutaten für die Propolis-TinkturRohpropolis / Pulverca. 20 gHochprozentiger Alkohol70–96 %, ca. 100 mlDunkles Glas+ Kaffeefilterimker-welt.de
Mehr braucht es nicht: Propolis, Alkohol und ein dunkles Glas zum Ansetzen.

Für die Herstellung brauchst du Rohpropolis oder Propolis-Pulver, hochprozentigen Alkohol und ein sauberes, dunkles Glas. Rohpropolis bekommst du direkt vom Imker. Als Faustregel gelten etwa 20 g Propolis auf 100 ml Alkohol – das ergibt eine rund 20-prozentige Tinktur.

Welcher Alkohol eignet sich?

Am besten eignet sich Trinkalkohol mit hohem Volumenprozent: 96 % (Primasprit) löst die Harzstoffe am gründlichsten, 70 % funktioniert ebenfalls und ist milder. Vergällten oder nicht zum Verzehr geeigneten Alkohol verwendest du nicht, wenn du die Tinktur einnehmen willst.

Konzentration der TinkturMehr Propolis = konzentrierter (schematische Orientierung)Mild (10 %)10 %Mittel (20 %)20 %Stark (30 %)30 %imker-welt.de
Das Verhältnis Propolis zu Alkohol bestimmt die Stärke – 20 % sind ein guter Standard.

Propolis-Tinktur Rezept – so wird’s gemacht

Propolis-Tinktur in 4 SchrittenVom Zerkleinern bis zum Abfüllen1Zerkleinernfrieren & zerstoßen2Ansetzenmit Alkohol übergießen3Ziehen lassen2 Wochen, tägl. schütteln4Filternabfüllen in Tropfglasimker-welt.de
So entsteht aus Rohpropolis und Alkohol eine fertige Propolis-Tinktur.

Die Anleitung folgt vier einfachen Schritten. Wichtig ist nur etwas Geduld während der Reifezeit.

Vorbereitung & Ansetzen

Lege das Rohpropolis für ein bis zwei Stunden ins Gefrierfach – gekühlt wird es spröde und lässt sich leicht zerstoßen oder reiben. Wiege es ab, gib es ins Glas und übergieße es vollständig mit Alkohol. Verschließe das Glas gut.

Ziehen lassen & filtern

Hände filtern selbst gemachte Propolis-Tinktur durch einen Kaffeefilter in ein braunes Tropffläschchen
Zum Schluss wird die Tinktur durch einen Kaffeefilter geklärt und in eine dunkle Tropfflasche abgefüllt.

Stelle das Glas dunkel und lass die Mischung etwa zwei Wochen ziehen, dabei täglich kurz schütteln. So lösen sich die Wirkstoffe aus dem Harz. Anschließend gießt du die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter in eine dunkle Tropfflasche – fertig ist deine Propolis-Tinktur.

Propolis-Tinktur ohne Alkohol herstellen

Wer keinen Alkohol nutzen möchte – etwa für Kinder oder Empfindliche –, setzt Propolis stattdessen in Glycerin oder einem neutralen Öl an. Beide lösen weniger Wirkstoffe als Alkohol und sind kürzer haltbar, sind aber eine gute alkoholfreie Alternative.

Wirkung, Anwendung & Aufbewahrung

Wie viele Tropfen sinnvoll sind, hängt von der Konzentration ab – beginne mit wenigen Tropfen auf Wasser oder Honig. Äußerlich tupfst du eine kleine Menge punktuell auf die Haut; für größere Flächen eignet sich eine selbst gerührte Propolis-Creme besser. Eng verwandt ist die gekaufte Propolis-Tinktur, die du als Vergleich heranziehen kannst.

Vorsicht bei Allergie: Propolis kann Allergien auslösen – besonders bei Allergie gegen Bienenprodukte, Pollen oder Perubalsam. Im Zweifel vorab ärztlich abklären lassen. Lagere die fertige Tinktur kühl, dunkel und gut verschlossen; alkoholische Tinkturen sind dann lange haltbar.
Selbst gemacht oder kaufen? Selbstgemacht weißt du genau, was drin ist, und kannst die Stärke selbst bestimmen. Gekaufte Tinkturen sind dafür sofort verfügbar, einheitlich dosiert und mit Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.
Praxis-Tipp: Kühl rohes Propolis vor dem Zerkleinern im Gefrierfach. Kalt wird es spröde und lässt sich leicht zerbröseln – warm verklebt es Mörser und Messer.

Häufige Fragen zur selbst gemachten Propolis-Tinktur

Welchen Alkohol verwendet man für Propolis-Tinktur?

Hochprozentigen Trinkalkohol: 96 % löst die Harzstoffe am gründlichsten, 70 % ist milder und funktioniert ebenfalls. Wichtig ist, dass der Alkohol zum Verzehr geeignet ist.

Wie lange muss eine Propolis-Tinktur ziehen?

Etwa zwei Wochen. Dabei das Glas dunkel stellen und täglich kurz schütteln, damit sich die Wirkstoffe gut aus dem Harz lösen.

Kann man Propolis-Tinktur ohne Alkohol selber machen?

Ja. Statt Alkohol nutzt du Glycerin oder ein neutrales Öl. Diese lösen weniger Wirkstoffe und sind kürzer haltbar, eignen sich aber für Kinder oder Menschen, die Alkohol meiden.

Wie viele Tropfen Propolis-Tinktur pro Tag?

Eine allgemein gültige Menge gibt es nicht, da selbst gemachte Tinkturen unterschiedlich stark sind. Beginne mit wenigen Tropfen auf Wasser oder Honig und beobachte die Verträglichkeit.

Wie lange ist selbst gemachte Propolis-Tinktur haltbar?

Bei ausreichend hohem Alkoholgehalt mehrere Jahre. Kühl, dunkel und gut verschlossen lagern und das Ansetzdatum notieren.

Woher bekomme ich Rohpropolis?

Am besten direkt vom Imker oder aus einer vertrauenswürdigen Imkerei – dort bekommst du Rohpropolis mit klarer Herkunft. Alternativ gibt es Propolis-Pulver im Handel.

Warum soll man Propolis vor dem Zerkleinern einfrieren?

Gekühlt wird das Harz spröde und lässt sich leicht zerstoßen oder reiben. Bei Zimmertemperatur ist es klebrig und schwer zu verarbeiten.

Quellen & Studien