Propolis-Honig ist Honig, dem etwas Propolis beigemischt wurde. So verbindet er die milde Süße des Honigs mit dem harzigen, leicht herben Geschmack von Propolis. Man genießt ihn pur, im Tee oder aufs Brot. Der Propolis-Anteil ist meist gering, weshalb er deutlich milder schmeckt als reine Propolis-Tropfen.
| Was es ist | Honig mit beigemischtem Propolis |
|---|---|
| Geschmack | süß mit harzig-herber Note |
| Typischer Propolis-Anteil | meist niedriger Prozentbereich (oft 1–5 %) |
| Anwendung | pur, im lauwarmen Tee oder aufs Brot; meist 1 TL pro Tag |
| Nicht geeignet für | Säuglinge unter 12 Monaten (wie jeder Honig) |
| Vorsicht bei | Allergie gegen Bienenprodukte oder Pollen |
Was ist Propolis-Honig?
Propolis-Honig entsteht, indem Imker oder Hersteller reinem Honig eine kleine Menge Propolis zusetzen. Im Honig verteilt, gibt das dem Produkt eine typisch harzige Note und oft eine dunklere Farbe. Anders als ein reines Sortenprodukt ist Propolis-Honig also eine Mischung.
Propolis – das Kittharz der Bienen aus dem Bienenstock
Propolis ist das Kittharz, mit dem Bienen ihren Bienenstock abdichten und keimarm halten. Mehr zum Rohstoff selbst steht im Ratgeber Propolis: Wirkung, Anwendung & Kauf. Als Basis für Propolis-Honig dient häufig milder Blütenhonig.
Warum Propolis und Honig kombiniert werden
Die Kombination verbindet zwei Bienenprodukte: den süßen, gut verträglichen Honig und das aromatische Propolis. So lässt sich Propolis besonders angenehm genießen. Wer sich für reine Sorten interessiert, findet eine Übersicht unter Honigsorten.
Wirkung von Propolis-Honig auf Körper und Haut
Propolis enthält pflanzliche Inhaltsstoffe wie Flavonoide. In Laborstudien zeigt Propolis Wirkung gegen bestimmte Bakterien1; im Honig ist die Menge jedoch klein. Für Propolis und Honig sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Aussagen offiziell zugelassen, weshalb Propolis-Honig vor allem als Genussmittel zu sehen ist.
Propolis gegen Bakterien – was dran ist
Dass Propolis im Labor antibakterielle Eigenschaften zeigt, ist gut untersucht23. Daraus lässt sich aber keine konkrete Heilwirkung für einen Löffel Propolis-Honig ableiten. Mehr zur Studienlage unter Propolis Wirkung.
Anwendung für die Haut
Honig wird traditionell auch äußerlich für die Haut verwendet. Für die gezielte Hautpflege eignet sich allerdings eher eine Propolis-Creme: Sie ist auf die Haut abgestimmt, während Propolis-Honig in erster Linie ein Lebensmittel für den Genuss ist. Auf der Haut bleibt Honig klebrig und zieht nicht ein – als Pflegeprodukt ist eine Creme deshalb praktischer.
Anwendung & Dosierung: Wie viel Propolis-Honig pro Tag?
Am einfachsten nimmt man ihn pur vom Löffel und lässt ihn langsam im Mund zergehen. Als Richtwert ist oft etwa ein Teelöffel pro Tag üblich – eine feste Vorgabe gibt es nicht. Auch im Tee ist er beliebt; dabei sollte der Tee nur lauwarm sein, denn große Hitze kann hitzeempfindliche Inhaltsstoffe mindern.

Propolis-Honig oder Propolis-Tropfen?
Propolis-Honig ist mild und niedrig dosiert – er eignet sich für alle, die Propolis vor allem als Genussmittel mögen. Wer eine konzentriertere Form sucht, greift eher zu Propolis-Tropfen, die deutlich stärker sind und sich genauer dosieren lassen.
Wie viel Propolis steckt drin?
Der Propolis-Anteil ist meist gering und liegt häufig im niedrigen Prozentbereich. Genau deshalb schmeckt Propolis-Honig deutlich milder als pure Tropfen. Wie hoch der Anteil ist, sollte auf dem Etikett stehen – höher heißt intensiver im Geschmack.
Qualität erkennen: Honig direkt vom Imker
Gute Qualität erkennt man an Transparenz. Honig direkt vom Imker bietet oft eine klare Herkunft und naturbelassene Standorte. Auf eine reine Basis ohne zugesetzten Zucker oder Sirup zu achten, lohnt sich.
- Herkunft: klare Angabe zu Honig und Propolis (z. B. aus deutscher oder EU-Imkerei).
- Propolis-Anteil: Angabe auf dem Etikett – höher heißt intensiver.
- Konsistenz & Geschmack: cremig bis flüssig, süß mit harziger Note; oft Blütenhonig als Basis.
- Imkerei-Ware: Honig direkt vom Imker ist oft hochwertiger und transparenter.
Allergische Reaktionen & wer vorsichtig sein sollte
Häufige Fragen zu Propolis-Honig
Für was ist Honig mit Propolis gut?
Propolis-Honig ist vor allem ein Genussmittel: Honig mit einer harzig-herben Propolis-Note. In Laborstudien zeigt Propolis Wirkung gegen Bakterien; gesundheitsbezogene Aussagen sind in der EU aber nicht zugelassen.
Wie viel Propolis-Honig pro Tag?
Eine feste Vorgabe gibt es nicht. Üblich ist etwa ein Teelöffel pro Tag, pur, im lauwarmen Tee oder aufs Brot. Bei Unverträglichkeit absetzen.
Ist Propolis-Honig besser als Manuka-Honig?
Das sind zwei verschiedene Produkte: Manuka ist ein Sortenhonig, Propolis-Honig eine Mischung mit Propolis. „Besser“ hängt vom Zweck ab. Beide sind Lebensmittel; ein medizinischer Vergleich ist nicht zulässig.
Hilft Propolis-Honig auch äußerlich auf der Haut?
Honig wird traditionell auch auf der Haut verwendet, bleibt aber klebrig. Für die gezielte Hautpflege ist eine Propolis-Creme praktischer, da sie auf die Haut abgestimmt ist.
Kann man Propolis-Honig selbst herstellen?
Im Prinzip ja, indem man fein gemahlenes Propolis oder Tinktur in Honig einrührt. Wichtig sind sauberes Arbeiten, gute Qualität der Zutaten und ein geringer Propolis-Anteil für einen milden Geschmack.
Dürfen Kinder Propolis-Honig essen?
Wie jeder Honig ist auch Propolis-Honig nichts für Säuglinge unter 12 Monaten. Bei älteren Kindern sollte zudem eine mögliche Allergie gegen Bienenprodukte bedacht werden.
Wo kann man Propolis-Honig kaufen?
Bei Imkereien, in Reformhäusern, Apotheken und online. Achte auf Herkunft, Propolis-Anteil und reinen Honig als Basis.
Quellen & Studien
Dieser Beitrag stützt sich u. a. auf wissenschaftliche Fachliteratur (recherchiert über PubMed), Bieneninstitute und amtliche Stellen:
- Pasupuleti VR et al. (2017): Honey, Propolis, and Royal Jelly: A Comprehensive Review of Their Biological Actions and Health Benefits. Oxid Med Cell Longev 2017:1259510. ↩
- Przybyłek I, Karpiński TM (2019): Antibacterial Properties of Propolis. Molecules 24(11):2047. ↩
- Zabaiou N et al. (2017): Biological properties of propolis extracts. Chem Phys Lipids 207:214–222. ↩
Weiterführende Quellen & Institutionen:
- Walgrave SE et al. (2005): Allergic contact dermatitis from propolis. Dermatitis 16(4):209–215.
- Deutscher Imkerbund e. V. (DIB) – Informationen zu Honig & Bienenprodukten
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Honig & Säuglinge, Kontaktallergien
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – Health Claims
