Für eine Bienenwachs-Salbe schmilzt du Bienenwachs und Pflanzenöl im Verhältnis von etwa 1:9 (rund 10 % Wachs) im Wasserbad und füllst die Mischung in Tiegel. Für 100 ml nimmst du grob 10–15 g Bienenwachs und 85–90 ml Öl wie Oliven-, Mandel- oder Kokosöl. Mehr Wachs macht die Salbe fester. Ätherische Öle oder Kräuterauszüge geben Duft und Pflege. Im Kühlschrank hält sie mehrere Monate. Stand 2026.
| Grundverhältnis | ca. 1 Teil Bienenwachs : 9 Teile Öl (weiche Salbe) |
|---|---|
| Rezept für 100 ml | 10–15 g Bienenwachs + 85–90 ml Pflanzenöl |
| Öle | Olivenöl, Mandelöl, Kokosöl, Sheabutter |
| Methode | im Wasserbad schmelzen, in Tiegel abfüllen |
| Haltbarkeit | mehrere Monate, kühl & sauber gelagert |
| Konsistenz | über den Wachs-Anteil steuerbar |
Warum Bienenwachs-Salbe selber machen?
Selbst gemachte Salbe kommt ohne unnötige Zusatzstoffe aus, ist günstig und du bestimmst jede Zutat selbst. Bienenwachs gibt der Salbe Halt und legt einen schützenden Film auf die Haut. Das passende Wachs findest du im Bienenwachs-Ratgeber, am besten als Pastillen vom Imker.
Unterschied Salbe und Creme
Eine Salbe besteht nur aus Fett und Wachs – sie ist wasserfrei und lange haltbar. Eine Creme enthält zusätzlich Wasser und muss emulgiert werden; sie zieht leichter ein, ist aber heikler in der Herstellung. Für den Einstieg ist die Salbe ideal.
Diese Zutaten brauchst du
Du brauchst Bienenwachs-Pastillen, ein Pflanzenöl (Oliven-, Mandel- oder Kokosöl), optional Sheabutter für mehr Pflege und nach Wunsch ein paar Tropfen ätherisches Öl. Dazu eine Küchenwaage, ein Wasserbad und saubere Tiegel.
Bienenwachs-Mengenrechner
Salbe, Lippenbalsam, Wachstücher oder Kerzen: das richtige Wachs-Öl-Verhältnis auf Knopfdruck.
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Das richtige Mischungsverhältnis
Die Konsistenz steuerst du allein über den Wachs-Anteil: Etwa 10 % Bienenwachs ergeben eine weiche, streichzarte Salbe, rund 20 % einen festen Balsam und 25 % oder mehr einen Stift, der sich auftragen lässt wie ein Deostick. So machst du aus einem Rezept genau das, was du brauchst.
Grundrezept & Anleitung (für 100 ml)
Gib 10–15 g Bienenwachs und 85–90 ml Öl in eine Schüssel und schmilz beides im Wasserbad bei rund 62–65 °C – wie das geht, steht unter Bienenwachs schmelzen. Rühre, bis alles klar ist, nimm die Schüssel vom Herd und rühre nun ätherische Öle ein. Fülle die flüssige Salbe zügig in die Tiegel und lass sie ohne Deckel fest werden.
Varianten: vom Grundrezept zu mehreren Salben
Aus dem Grundrezept werden im Handumdrehen viele Salben: eine Ringelblumen-Wundsalbe mit Calendula-Öl, ein Erkältungsbalsam mit Eukalyptus, ein reichhaltiger Handbalsam mit Sheabutter oder ein fester Lippenbalsam. Bei ätherischen Ölen sparsam dosieren und auf Verträglichkeit achten.
Haltbarkeit & Fehler beheben
Sauber gearbeitet und kühl gelagert hält die Salbe mehrere Monate. Wird sie ranzig oder riecht komisch, gehört sie entsorgt. Konsistenz stimmt nicht? Einfach wieder einschmelzen und Öl oder Wachs nachgeben – nichts ist verloren.
Häufige Fragen zur Bienenwachs-Salbe
Wie viel Bienenwachs braucht man für eine Salbe?
Als Faustregel etwa 1 Teil Bienenwachs auf 9 Teile Öl für eine weiche Salbe. Für 100 ml sind das rund 10–15 g Wachs.
Welches Öl eignet sich für die Salbe?
Gut geeignet sind Oliven-, Mandel- oder Kokosöl. Sheabutter macht die Salbe besonders reichhaltig.
Warum wird meine Salbe zu hart oder zu weich?
Das liegt am Wachs-Anteil. Zu hart: mehr Öl einschmelzen. Zu weich: mehr Wachs zugeben. Einfach noch einmal aufschmelzen und anpassen.
Wie lange ist selbst gemachte Bienenwachs-Salbe haltbar?
Wasserfreie Salben halten mehrere Monate. Wichtig sind saubere Tiegel und kühle, trockene Lagerung.
Kann man Bienenwachs in der Mikrowelle schmelzen?
In kleinen Mengen ja, aber vorsichtig in kurzen Intervallen. Sicherer ist das Wasserbad.
Wie macht man eine Creme mit Wasseranteil?
Dafür braucht man einen Emulgator, der Fett und Wasser verbindet. Das ist anspruchsvoller und weniger lange haltbar als eine reine Salbe.
